Sonntags-Tagebuch II: Erinnerungen an SEKEM-Gründer Ibrahim Abouleish

Die so genannten “Sonntagstreffen” sind in SEKEM zu einer Tradition geworden, die vor vielen Jahren von Gründer Ibrahim Abouleish eingeführt wurden und heute von seinem Sohn Helmy Abouleish fortgesetzt werden. Jede Woche kommen am Sonntagmorgen alle MitarbeiterInnen zusammen, um Gedanken etwa zur Vision und Mission SEKEMs auszutauschen. So soll das Bewusstsein für die Bedeutung von nachhaltiger Entwicklung und deren konkrete Umsetzung gefördert werden. Die Treffen beginnen in der Regel mit einem Gesang des Publikums, gefolgt von einer musikalischen Darbietung – denn SEKEM glaubt an die Kraft der Künste, den Horizont zu weiten und Seele und Geist zu erheben.

Wir laden unsere Leser von Zeit zu Zeit dazu ein, an den Erinnerungen von Dr. Amina Taitoon teilzuhaben. Die langjährige Mitarbeiterin der Heliopolis Universität hat während der Sitzungen mit dem SEKEM-Gründer oft Protokoll geführt und ihre Interpretationen zu verschiedenen der besprochenen Themen niedergeschrieben. 

Erinnerungen an wesentliche Fragen

Die Gesellschaft muss kontinuierlich daran arbeiten und sich entwickeln, damit ihre Ziele gedeihen und erreicht werden können. Doch zunächst sollte sich jeder Einzelne einige Fragen stellen: Welche Arbeit wird wirklich benötigt und warum? Wie kann man während der Arbeit kontinuierlich lernen? Welche Werte sollten in die Arbeit einbezogen werden?

Andere wichtige Fragen sind: Was ist meine Berufung und der Sinn meines Lebens? Wie kann ich dem nachkommen, ohne die Erde dabei zu zerstören? Wie kann ich die Geschöpfe, die um mich herum und mir leben schützen? Und was kann ich für andere tun?